Über den Eğirdir-See
Am 05. Oktober 2010 überquerten wir dann auf etwas abenteuerliche Art und Weise mit einem sehr kleinen Fischerboot den Eğirdir-See (zweitgrößter Süßwassersee in der Türkei).
Ursprünglich wollten wir zwar den gesamten See mit dem Fischerboot der Länge nach in Richtung Norden überqueren (6 Stunden Fahrzeit), was wir uns aber ganz schnell anderes überlegten.
Bereits nach wenigen Minuten am Boot waren wir wegen des starken Wellenganges
und der damit verbundenen Gischt bereits nass
und das Frühstück kam langsam aber sicher vom Magen hoch Richtung Hals…
Noch fast 6 Stunden auf dem Boot zu bleiben war für uns ALLE zu viel, weshalb wir uns spontan und einstimmig entschlossen hatten geradewegs zum anderen Ufer zu fahren. Auch der ‘Kapitän’ war sichtlich erleichtert uns bei dem starken Wind nicht 6 Stunden fahren zum müssen… Am Ufer angekommen trockneten wir unsere Kleidung und auch der Magen erholte sich wieder langsam. Dann erlebten wir einen der wunderbarsten Tage bisher. Der Weg verlief entlang des Sees der türkisfarben in der Sonne glänzte, direkt dahinter eine kahle Bergkette und ringsum Apfelbaumplantagen. ‘Fresh and Smart’ war nebst bunten Äpfeln auf den verschiedensten Hinweisschildern zu lesen, wir waren im Apfelland!

Immer wieder wurden uns Äpfel gereicht, 3 Stück schon im Bauch und auch der Rucksack wurde langsam schwerer und schwerer…
Die Ernte war voll im Gang und Äpfelberge türmten sich in den verschiedensten Farben,
warteten nur darauf verladen zu werden und immer wieder wurden uns Äpfel gereicht.
Es wurde fleißig gearbeitet, aber Stress war keiner zu verspüren. Im Gegenteil, die Menschen liefen uns teilweise sogar nach oder hielten mit dem Traktor an um uns „nur“ einen Apfel zu überreichen… Einfache Menschen, die sich trotz der saisonbedingten enormen Arbeit sogar noch Zeit für uns nahmen. Ja da können wir Mitteleuropäer etwas lernen. DANKE!!
Das Außergewöhnliche erlebst du am Weg der gewöhnlichen Menschen!























