Silifke – Ende Taurusgebirge und III. Kreuzzug
Silifke – Ende Taurusgebirge und III. Kreuzzug
In Karaman hatten wir uns entschlossen das Taurusgebirge nach Süden hin in Richtung Silifke zu verlassen. Dieser Weg war etwas weiter als der über die Kilikische Pforte ursprünglich geplante, dafür aber konnten wir den Spuren des III. Kreuzzuges weiterhin folgen und würden zudem früher das Meer erreichen können.
Der „Abstieg“ führte uns über mehrere Pässe auf 1.650 Meter hinauf,
womit diese 4 Tage von einem ständigem Auf- und Ab gekennzeichnet waren.
Die etwa 130 km langes und teilweise sehr anspruchsvolle Strecke durch das Taurusgebirge
zum Meer hinunter, wird uns sicher als eine der landschaftlich reizvollsten
und wildromantischen Gegenden am Jerusalemweg in Erinnerung bleiben.
Wir wurden dann auch noch belohnt, indem der letzte Teil des Weges durch den Göksu Canyon führte.

Schlussendlich standen wir am 23. Oktober 2010 vor dem Denkmal, welches an das tragische Ereignis hier an dieser Stelle erinnert. Denn 3 Wochen nachdem Kaiser Barbarossa die Stadt Ikonion eroberte,
ertrank dieser am 10. Juni des Jahres 1190 im Fluss Saleph (heute Göksu), unmittelbar vor der Stadt Silifke. Ohne für die Sinnhaftigkeit eines Kreuzzuges einzutreten, möchte ich schon anführen, dass ich Gänsehaut bekam, als wir daran dachten, dass hier nach tausenden Kilometern der III. Kreuzzug sein jähes Ende fand. Der Großteil des noch vorhandenen Heeres machte sich demoralisiert auf die Heimreise nach Deutschland. Die verbliebenen Kreuzfahrer zogen mit dem Herzog von Schwaben (der Sohn des Kaisers) weiter nach Jerusalem um dort den Leichnam des Kaisers zu beerdigen.
Zugleich unterstützten sie auch die Belagerung der Stadt Akkon in Palästina.






















